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Gewohnheiten verstehen und verändern (20)

Jeder Mensch, jedes Tier, jedes Unternehmen und sogar jede Gesellschaft hat Gewohnheiten. Meistens werden schlechte Gewohnheiten am Ende des Jahres thematisiert. An Silvester nimmt man sich vor, seine schlechten Gewohnheiten abzulegen und den tollen Gewohnheiten von seinem Idol nachzueifern. Bei den meisten hält das nicht bis zum Jahresende.

Deine Gewohnheiten haben einen erheblichen Einfluss auf deine Lebensqualität. Auch erfolgreiche Menschen haben schlechte Gewohnheiten. Kein Mensch hat nur gute Gewohnheiten. Wenn du allerdings deine Möglichkeiten voll ausschöpfen möchtest, dann solltest du damit beginnen, mehr Raum für gute Gewohnheiten zu schaffen.

Erarbeite dir ein Basiswissen über Gewohnheiten. Wenn du fundamental verstanden hast, wie Gewohnheiten entstehen, wirst du dir viel einfacher gute Gewohnheiten aneignen.

Was ist eine Gewohnheit

Ich finde biologischer Autopilot ein treffendes Synonym für Gewohnheit.

Wir sprechen von einer Gewohnheit, wenn ein Mensch oder Tier bei ähnlichen Situationen, immer auf dieselbe Weise reagiert. Es handelt sich dabei um bekannte Situationen, die schon öfter durchlebt wurden.

Gewohnheiten nehmen dir die Arbeit des bewussten Verhaltens, Denken und Fühlen ab. Sie sind unbewusste Abläufe, welche erhebliche Einflüsse auf unser Leben haben.

Entstehung einer Gewohnheit

Eine Gewohnheit entsteht primär durch eine Wiederholungsschleife von Auslösereiz, Routine und Belohnung.

Gewohnheiten

Diese Wiederholungsschleife bildet dabei ein Dreieck. Je öfter du diese Routine wiederholst, desto tiefer verankert sich die Routine (Beispiel: Burger bei Hunger zu essen) in deinem Unterbewusstsein.

Gewohnheiten

Erst nach 30 bis 100 Wiederholungszyklen, bildet sich dann allmählich die Gewohnheit.

Gewohnheiten

Wie kann ich mir meine schlechten Gewohnheiten abgewöhnen?

Schlechte Gewohnheiten kann man sich nicht abgewöhnen, da du nicht ständig bewusst handeln kannst. Du kannst allerdings eine schlechte Gewohnheit, durch eine weniger schlechte Gewohnheit ersetzen.

Durch ständiges Wiederholen deiner neuen Gewohnheit, konditionierst du dein Unterbewusstsein um. Dafür brauchst du einen Grund für die Veränderung, Willenskraft und sehr viel Geduld.

Wenn du in Stresssituationen gerätst, wirst du meistens Rückschläge erleiden und in deine alten Verhaltensmuster zurückfallen. Hinfallen, wieder aufstehen und wieder von vorne anfangen, heißt es dann. Eine schlechte Gewohnheit durch eine gute Gewohnheit zu ersetzen, hört sich in der Theorie einfach an. In der Praxis ist es ein Kampf mit dir selbst.

Nachfolgend habe ich dir vier wertvolle Tipps wie du es erfolgsversprechend anpacken kannst.

1.Aktzeptiere Gewohnheiten

Es wird viel davon geredet, wie schlechte Gewohnheiten dein Leben tyrannisiert. Auf der anderen Seite berichten viele Influencer darüber, wie sie dank ihrer neuen Gewohnheiten mehr Erfolg verbuchen konnten.

Gewohnheiten werden als Strippenzieher deines Lebens dargestellt. In Wahrheit sind Gewohnheiten ein Teil von uns. Wir sind die Strippenzieher unserer Gewohnheiten. Wir müssen die Gewohnheiten als einen Teil von uns akzeptieren. Darüber hinaus dürfen wir andere Menschen nicht für unsere schlechten Gewohnheiten verantwortlich machen.

Halten wir also nochmal fest:

Gewohnheiten sind ein Teil von uns und wir selbst erschaffen sie.

2. Dein Bedürfnis und den Auslösereiz verstehen

Mit einem Bedürfnis beginnt der Kreislauf der Gewohnheit. Du musst dich selbst sehr gut kennen, um das richtige Auslösebedürfnis für die schlechte Gewohnheit ausfindig zu machen.

Dabei kommt es oft vor, dass du auf die falsche Fährte geführt wirst. Folgendes

Schlechte Gewohnheit Beispiel: Du sorgst dich zu viel

Gewohnheiten

Auf den ersten Blick sieht es so aus, dass die vielen negativen Nachrichten, dich dazu bringen, dir übermäßig viele Sorgen zu machen. In der heutigen Zeit ist es schwierig den negativen Nachrichten aus dem Weg zu gehen.

Du sitzt nun auf einer Bank und wartest auf den nächsten Zug. Was machen wir dann meistens? Ja genau wir ziehen unser Handy vor, um uns damit zu unterhalten. Hier ist für jeden etwas dabei. Entweder ein Minigame, eine Flirtapp, private Unterhaltungen, Podcasts, Videos aus Youtube, oder die täglich neuen Nachrichten aus aller Welt. Von der Idee eine gute Sache, da wir uns die Wartezeit damit angenehm gestalten können.

Du nutzt das Handy gerne, um die neuesten Nachrichten zu lesen. Nun kommt allerdings der springende Punkt: Zeitungen haben bereits früh herausgefunden, dass wir Menschen vor allem negativen Nachrichten viel Aufmerksamkeit schenken. Die Verlustaversion ist in unseren Genen tief verankert, da sie unseren Vorfahren davor bewahrt haben, von einem hungrigen Löwen gefressen zu werden. Unsere Vorfahren wurden allerdings nicht täglich mit einem Löwen konfrontiert.

Wenn du übermäßig viele schlechte Nachrichten konsumierst, wirst du in eine Sorgen- Stimmung versetzt. Diese Stimmung schwappt dann, auf deine persönlichen Sorgen über und du beginnst überwiegend deine Sorgen in den Fokus deines Lebens zu stellen. So übersiehst du viele Chancen, die dein Leben bereichern kann.

Der Auslösereiz ist hier allerdings nicht die schlechte Nachricht, sondern die Langeweile beim Warten auf den nächsten Zug.

Gewohnheiten

Den Auslösereiz schlechte Nachricht wurde ursprünglich durch den Auslösereiz Langeweile hervorgerufen. Du musst also eine andere Routine gegen Langeweile wählen, wenn du dich weniger sorgen möchtest.

3.Wie kann ich die Routine verändern?

Sobald du den Auslösereiz kennst, kannst du dir eine neue Routine überlegen. Als neue Routine für das obere Beispiel, könntest du zum Beispiel einen positiven Roman lesen. Einen Roman, welcher sich mehr auf die Möglichkeiten und nicht auf die Risiken des Lebens fokussiert.

Du brauchst einen Grund für die neue Routine, du brauchst Willenskraft und du brauchst viel Geduld.

Der Grund: Lesen bereichert dein Leben und hilft dir dabei, neue Möglichkeiten für dein Leben zu entdecken.

Solange du noch keinen Spaß am Lesen hast, wirst du dafür viel Willenskraft aufbringen müssen. Erst nach vielen Wiederholungen wirst du automatisch zum Buch, statt zum Handy greifen.

Stell dir bildlich vor, wie du bei jeder Wiederholung die alte Routine im Gewohnheitsdreieck übermalst.

Gewohnheiten

4.Gewohnheit mit später Belohnung

Bei den guten Gewohnheiten bekommen wir die Belohnung später als bei den schlechten Gewohnheiten. Deshalb nehmen wir viel leichter schlechte als gute Gewohnheiten an. Auf der anderen Seite sind die Belohnungen bei guten Gewohnheiten viel größer.

Du kannst dein Gehirn austricksen, indem du dich bei erreichten Etappenzielen belohnst.

https://pixabay.com/de/users/tumisu-148124/

Quintessenz

Gewohnheiten sind wichtig in unserem Leben. Durch Gewohnheiten können wir uns besser auf neue Ereignisse konzentrieren. Schlechte Gewohnheiten sind nicht unbezwingbar. Wir brauchen allerdings ein gewisses Verständnis, wie Gewohnheiten entstehen und funktonieren. Sobald man sich ein fundamentales Verständnis darüber aufgebaut hat, besitzt man ein mächtiges Werkzeug.

Wende dieses Werkzeug für dein Leben an und hilf anderen dabei, dieses Werkzeug für sich zu entdecken. Zu zweit oder in Gruppen lassen sich gute Gewohnheiten am besten erfolgreich umsetzten.

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Welche gute Gewohnheit versucht du dir schon länger anzutrainieren?

Welche schlechte Gewohnheit lässt sich nur schwer durch eine gute Gewohnheit ersetzten?

3 ultimative Tipps, um deine Gewohnheiten zu verändern. Dr. Marco Freiherr von Münchhausen.

Vom Youtube Kanal Greator.

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In seinem Buch ,,Die Macht der Gewohnheiten“ beschreibt er mit wahren Geschichten, welchen enormen Einfluss die Gewohnheiten auf uns haben. Sehr interessant ist, dass er den Einfluss der Gewohnheiten auf drei verschiedenen Ebenen erklärt. Er geht dabei auf Einzelpersonen, Unternehmen und die Gesellschaft als solches ein.

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Veröffentlicht von Chris

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3 Kommentare zu „Gewohnheiten verstehen und verändern (20)

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