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Wer war Franz Kafka als Mensch? (29)

Franz Kafka

Franz Kafka Junggeselle der Weltliteratur

Franz Kafka war zu seinen Lebzeiten ein unbekannter Schriftsteller. Heute ist sein Vermächtnis ein Teil der Weltliteratur, in denen Autoren wie Homer, Dante, Goethe, Tolstoi oder Shakespear dazu gehören.

Wir können dem Nachlassverwalter Max Brod danken, dass dieser den Wunsch seines frustrierten Freundes ignorierte und alle seine Werke nach seinem Tod veröffentlichte, anstatt sie zu vernichten.

Zu seinen berühmtesten Werken gehört der Prozess, das Schloss(in der Liste der ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher, der Verschollene und die Verwandlung.

Familie und Kindheit

Franz kam am 03.07.1983 in der Stadt Prag zur Welt. Damals gehörte Prag zur Österreichisch-Ungarische Monarchie(heute Tschechische Republik), daher war seine Muttersprache deutsch.

Die Kafkas waren eine deutschsprachig jüdische Familie welche in Prag eine Minderheit waren. Für Kafka war es sehr schwierig sich mit Prag zu identifizieren und ein Gefühl von Heimat zu entwickeln. Er sprach zwar neben seiner Muttersprache deutsch auch tschechisch, doch war er weder Deutscher noch Tscheche.

Sein Vater Hermann Kafka war ein hart arbeitender Kaufmann welcher selbst in der unteren Mittelschicht aufwuchs. Julie Kafka war sehr gebildet, kam aus einer reichen Familien und engagierte sich sehr stark in den Geschäften ihres Mannes.

Franz der erstgeborene hatte zwei Brüder und drei Schwestern. Georg und Heinrich starben im Kindesalter. Gabriele, Valerie und Ottilie wurden vermutlich 1941-1943 von den Nazis deportiert und umgebracht.

Franz und seine Geschwister wurden die meiste Zeit von Dienstmädchen aufgezogen, da ihre Eltern geschäftlich sehr beschäftigt waren.

In seiner Freizeit beschäftigte sich Franz mit Literatur und Schwimmen.

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Schulzeit

Franz Kafka hatte den Ruf eines Vorzugsschüler. Da er allerdings von seinem Vater starken Leistungsdruck bekam, entwickelten sich bei Franz sehr starke Ängste, die ihn vermutlich für den Rest seines Lebens nie frei ließen.

Mit sechszehn wurde er von seinen damaligen Freund und Mentor Rudolf Illowy vom Sozialismus überzeugt. Eine Gesellschaft sozialer und gerechter zu Formen, war bis zu seinem Ende seine politische Überzeugung. Als Zeichen trug er eine rote Nelke.

Nachdem er mit 18 Jahren seine Matura ablegte, unternahm er seine erste Reise, zu dem ihn sein Onkel Siegfried Löwy einlud.

Norderney Helgoland

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Studium 1901 bis 1906 in der deutschen Universität Prag

Franz viel es schwer, sich für das richtige Studium zu entscheiden. Zuerst probierte er es mit Chemie, dann mit Rechtswissenschaft, dann mit Germanistik und Kunstgeschichte. Er interessierte sich auch für Psychologie, doch kehrte schließlich zur Rechtswissenschaft zurück und promowierte nach fünf Jahren, worauf er anschließend ein 1-jähriges Praktikum am Landes-Strafgericht absolvierte.

Karriere

Franz hat seine Leben nicht durch seine Bücher finanziert. Mit 24 Jahren lebte er von seinem Angestellten Gehalt als Versicherungsvertreter bei der Assicurazioni Generali (Die Versicherungsgesellschaft gibt es übrigens noch heute und ist an der italienischen Börse gelistet).

Ein Jahr später begann seine steile Karriere bei der halbstaatlichen Anstalt vom königreich Böhmen in Prag. Eine Unfallversicherung für Arbeiter.

Franz beschäftigete sich dort überwiegend mit Arbeitssicherheit aus technischer Sicht. Unter anderem entwickelte er dort Arbeitsvorschriften, welche zukünftige Unfälle vermeiden sollten.

Er bildete sich privat auf einer technischen Hochschule weiter, was ihm 1910 zur einer Beförderung zum Konzipisten verhalf. 1913 kam die Beförderung zum Vizesekretär.

Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach wurde Franz vom Militärdienst verschont, da er aus gesundheitlicher Sicht untauglich eingestuft wurde und außerdem besonders wichtig für seinen Arbeitgeber war.

Nach einer Lungentuberkulose Erkrankung mit jungen 34 Jahren, beantragte Franz Frühpensionierung.

Diese wurde ihm bis zum Alter von 39 Jahren verwehrt, dafür wurde er bis zu seiner Entlassung zum Sekretär und Obersekretär befördert.

Wie war die Beziehungen zu seinen Freunden?

Max Brod, Felix Weltsch und Oskar Baum waren seine engsten Freunden. Franz pflegten mit ihnen bis zu seinem Tod, einen intensiven Kontakt. Sie trafen sich meist zu viert bei Oskar und tauschten sich über Literatur aus. Alle vier teilten die Leidenschaft Bücher zu lesen und Bücher zu schreiben.

In der Öffentlichkeit war Franz sehr zurückhaltend und wirkte schon fast ängstlich oder depressiv, doch in diesem engen Kreis, abgeschottet mit seinen Freunden, war Franz sehr lebhaft und nahm kein Blatt vor dem Mund. Es war fast so, dass seine Freunde ihm halfen, aus sich herauszukommen.

Seine Freunde, (insbesondere Max) motivierten ihn weiter zu machen und nicht aufzuhören, als der gewünschte Erfolg ausblieb. Sie haben von Anfang an ihn geglaubt. Man könnte schon fast sagen, dass sien in ihm das sahen was die Welt, heute in ihm sieht.

Beziehung zum Vater

Der Konflikt mit seinem Vater, findet in den Werken von Franz eine zentrale Rolle. Franz und sein Vater sind Grundverschiedene Menschen. Seine Familie und insbesondere sein Vater möchte, dass er den selben Weg, wie er geht. Franz respektiert und ehrt den Fleiß und Erfolg seines Vater. Trotzdem möchte er seinen eigene Weg gehen und nicht Nachfolger seiner Geschäfte werden.

Franz weiß ganz genau, dass ihm die Arbeit seines Vaters nicht liegt. Der Vater und seine Familie scheinen das allerdings nur schwer zu begreifen und gaben ihm nur wenig Hilfe seinen eigenen Weg zu gehen.

Franz Kafka
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Junggeselle der Weltliteratur

Franz hatte zahlreiche Beziehungen zu Frauen. Ihm wurden Bindungsängste nachgesagt. Franz war niemals verheiratet. Als Folge von seiner Lungentuberkulose war Franz ständig Schwach. Er erkankte auch an der spanischen Grippe. Mit nur vierzig Jahren starb er an Herzversagen. Heutzutage heiraten die Menschen viel später. Es ist gut möglich, dass Franz später geheiratet hätte, wenn ihn seine Krankheit nicht so vereinnahmt hätte und ihm mehr Lebenszeit geblieben wäre.

Was waren die Ideale von Kafka?

In seinen Tagebücher schreibt er schonungslos über sich selbst wie er ist und wie er denkt. Für ihn war die Wahrheit vor sich selbst ein wichtiger Selbstfindungsprozess. Sein enger Freund Max Brode bezeichnet ihn als bedeutender Mensch für Moral und Ethik. Lebe wahr und natürlich könnte man sein Lebensmotto nennen.

Was können wir aus seinem Leben lernen?

Unsere Beziehungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Qualität unseres Lebens. Auch wenn viele Franz Kafka mit seinen Werken als depressiven Menschen darstellen, so bezeichnen ihn seinen Freunde als Lebensbejahenden Menschen. Freunde geben dir Halt, wenn du dich mit deiner Familie schlecht verstehst. Wichtig ist die Qualität deiner Freundschaft und nicht die Anzahl deiner Freunde.

Franz hat Literatur und Dichtung gelebt und geliebt. Egal wie kurz dein Leben ist, du kannst die Welt zum guten Verändern.

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Veröffentlicht von Chris

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